Ausstellung “Bauen mit Holz”

„Bauen mit Holz – Wege in die Zukunft“ veranschaulicht eindrücklich die Bandbreite der neuen architektonischen und konstruktiven Möglichkeiten des Baustoffs Holz und befasst sich eingehend mit der ökonomischen und ökologischen Bedeutung von Wald und Holz.

Anhand von internationalen und nationalen herausragenden Projekten zeigt die Ausstellung ökologisch-nachhaltige und aktuelle Positionen der Holz-Baukunst und modernen Holzarchitektur. Präsentiert werden spektakuläre Projekte von Toyo Ito, Shigeru Ban oder Frei Otto ebenso wie richtungsweisende urbane Holz-Wohnbauten, beispielsweise von Kaden & Klingbeil in Berlin/Prenzlauer Berg, sowie die neuesten Tendenzen des Bauens mit Holz über der Hochhausgrenze. Großformatige Modelle werden durch Pläne, Texte und Fotographien umfangreich begleitet

Kuratiert wird die Ausstellung von Prof. Hermann Kaufmann in Zusammenarbeit mit Prof. Winfried Nerdinger von der Technischen Universität München. Durchgeführt wird sie in Kooperation mit dem Deutschen Architektur Zentrum DAZ in Berlin und gefördert durch die DBU Deutsche Bundesstiftung Umwelt, den DHWR Deutschen Holzwirtschaftsrat e.V., den GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V., proHolz Bayern, dem Bayerischen Zimmerer- und Holzbaugewerbe und den Bayerische Staatsforsten AöR.

www.bauenmitholz.berlin

Laufzeit
21. Oktober 2016 – 15. Januar 2017

Öffnungszeiten
Mittwoch bis Montag
10:00 – 19:00 Uhr
Dienstag geschlossen

Zukunftsoffensive Holzbau

Am 23. November 2016 überreichte der Sprecher der Plattform Forst & Holz sowie DeSH-Vizepräsident Steffen Rathke der Politik fünf Forderungen, mit denen die Potenziale des Holzbaus künftig noch besser ausgeschöpft werden sollen. Diese Forderungen umfassen die Erweiterung von Wohnraum in Ballungszentren, den Klimaschutz, die regionale Wertschöpfung, die Forschungsförderung sowie den Abbau rechtlicher Hemmnisse in bestehenden Gesetzen

Die 5 Forderungen

Steffen Rathke, Sprecher der Plattform Forst & Holz sowie DeSH-Vizepräsident

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Steffen Rathke, Sprecher der Plattform Forst & Holz sowie DeSH-Vizepräsident

(zum Download der fünf Forderungen klicken Sie auf das Bild)

Holz und Holzprodukte für den Klimaschutz

Vielen Menschen ist der Wert des Waldes für den weltweiten Klimaschutz mittlerweile bewusst. Holz wirkt dabei gleich dreifach:

Zum einen ist da die Speicherwirkung. Mit jedem Dachbalken, jeder Spanplatte und jeder Holztür wird CO2 im Holz gebunden. Zwei Beispiele: Im Durchschnitt beträgt der Holzanteil einer Drei-Zimmer-Wohnung rund 1.400 Kilogramm. Diese Menge bindet erstaunliche 2,6 Tonnen CO2. Ein ganzes Holzhaus kann sogar rund 80 Tonnen CO2 kompensieren.

Dazu kommt dann als zweiter Effekt die Substitutionswirkung. Damit ist gemeint, dass Holz andere Werkstoffe ersetzt, die viel energieaufwendiger erzeugt wurden und somit um ein vielfaches umwelt- und klimaschädlicher sind. So ist der Energieverbrauch von Zement vierfach höher als der von Holz.

Bei Stahl liegt der Wert sogar um das zwanzigfache höher! Sehen wir uns das in der Summe an: Mit jedem Kubikmeter Holz werden zwei Tonnen CO2 eingespart. Einerseits durch die Kohlenstoff-Speicherung und andererseits durch die Substitution, den Ersatz von umweltschädlichen Werkstoffen durch den umweltfreundlichen Werkstoff Holz. Hinzu kommt jetzt noch die große Wärmedämmwirkung von Holz.

Die Nutzung von Holz und Holzprodukten zu steigern ist also eine Lösung für das Erreichen der weltweiten Klimaziele. Durch eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und eine immer größer werdende Wertschätzung für den Bau- und Werkstoff Holz lässt sich viel erreichen – zum Wohle der Menschen, der Umwelt und des Klimas.