Zukunftsoffensive Holzbau

Am 23. November 2016 überreichte der Sprecher der Plattform Forst & Holz sowie DeSH-Vizepräsident Steffen Rathke der Politik fünf Forderungen, mit denen die Potenziale des Holzbaus künftig noch besser ausgeschöpft werden sollen. Diese Forderungen umfassen die Erweiterung von Wohnraum in Ballungszentren, den Klimaschutz, die regionale Wertschöpfung, die Forschungsförderung sowie den Abbau rechtlicher Hemmnisse in bestehenden Gesetzen

Die 5 Forderungen

Steffen Rathke, Sprecher der Plattform Forst & Holz sowie DeSH-Vizepräsident

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Steffen Rathke, Sprecher der Plattform Forst & Holz sowie DeSH-Vizepräsident

(zum Download der fünf Forderungen klicken Sie auf das Bild)

Holz und Holzprodukte für den Klimaschutz

Vielen Menschen ist der Wert des Waldes für den weltweiten Klimaschutz mittlerweile bewusst. Holz wirkt dabei gleich dreifach:

Zum einen ist da die Speicherwirkung. Mit jedem Dachbalken, jeder Spanplatte und jeder Holztür wird CO2 im Holz gebunden. Zwei Beispiele: Im Durchschnitt beträgt der Holzanteil einer Drei-Zimmer-Wohnung rund 1.400 Kilogramm. Diese Menge bindet erstaunliche 2,6 Tonnen CO2. Ein ganzes Holzhaus kann sogar rund 80 Tonnen CO2 kompensieren.

Dazu kommt dann als zweiter Effekt die Substitutionswirkung. Damit ist gemeint, dass Holz andere Werkstoffe ersetzt, die viel energieaufwendiger erzeugt wurden und somit um ein vielfaches umwelt- und klimaschädlicher sind. So ist der Energieverbrauch von Zement vierfach höher als der von Holz.

Bei Stahl liegt der Wert sogar um das zwanzigfache höher! Sehen wir uns das in der Summe an: Mit jedem Kubikmeter Holz werden zwei Tonnen CO2 eingespart. Einerseits durch die Kohlenstoff-Speicherung und andererseits durch die Substitution, den Ersatz von umweltschädlichen Werkstoffen durch den umweltfreundlichen Werkstoff Holz. Hinzu kommt jetzt noch die große Wärmedämmwirkung von Holz.

Die Nutzung von Holz und Holzprodukten zu steigern ist also eine Lösung für das Erreichen der weltweiten Klimaziele. Durch eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und eine immer größer werdende Wertschätzung für den Bau- und Werkstoff Holz lässt sich viel erreichen – zum Wohle der Menschen, der Umwelt und des Klimas.