In Deutschland besteht die heutige Waldgeneration zu 44% aus Laub- und zu 56% aus Nadelbäumen *1). Durch den in den 1980er Jahren begonnen Waldumbau wird der Laubholzanteil deutlich ansteigen. Davon wird insbesondere die Buche, der häufigste Laubbaum Mitteleuropas, profitieren.

Eine ganz andere Situation findet man im konstruktiven Holzbau. Dieser Bereich wird zu 99% von Nadelhölzern dominiert. Nadelhölzer haben gerade Stämme und lassen sich deshalb relativ einfach verarbeiten. Die Stämme der Buche sind hingegen meist krumm und astig und deshalb viel aufwendiger in der Aufbereitung zu Holzwerkstoffen. Auch die Holztrocknung ist beim Laubholz deutlich schwieriger. Deshalb waren Werkstoffe aus Laubholz in der Vergangenheit zu teuer, um Massenmärkte im Bauwesen zu erschließen. Und das obwohl viele Laubhölzer deutlich bessere Tragfähigkeitseigenschaften besitzen als Nadelhölzer.

Das Buchen-Furnierschichtholz BauBuche ist heute der einzige Werkstoff für den konstruktiven Holzbau, der industriell aus Laubholz hergestellt wird. Damit ist es erstmals möglich, Laubholz im Holzbau zu wettbewerbsfähigen Preisen einzusetzen. BauBuche hat hervorragende physikalische Eigenschaften – die Biegefestigkeit ist in etwa 3-mal so groß wie bei dem weit verbreiteten Fichtenbrettschichtholz. Mit BauBuche lässt sich schlanker und materialsparender bauen, es lassen sich größere Spannweiten realisieren und völlig neue Anwendungsgebiete für den Holzbau erschließen.

Diese Entwicklung ist richtungsweisend. Die fortschreitende Veränderung der Baumartenverteilung zeigt, dass die Industrie mehr denn je gefragt ist Produkte und Produktionsverfahren zu entwickeln, um das reichlich vorhandene Laubholz effizient als Werkstoff zu nutzen. Nur so kann die notwendige Ressourcenwende hin zu nachhaltigen, umweltfreundlichen Rohstoffen gelingen.

*1) Quelle: Dritte Bundeswaldinventur